Kleinzelliges Lungenkarzinom: Wenn Zeit über Therapiechancen entscheidet

Shownotes

Lungenkarzinome sind in den deutschsprachigen Ländern die häufigste krebsbedingte Todesursache – das kleinzellige Lungenkarzinom nimmt dabei noch eine Sonderstellung ein. Denn es ist durch eine besonders rasche und frühe Streuung des Tumors charakterisiert. Von dieser besonders aggressiven Tumorart betroffen sind etwa 12-15 % der an Lungenkrebs Erkrankten, für sie ist eine rasche therapeutische Behandlung daher zeitkritisch. Welche Chancen eröffnen sich für diese Patient:innen durch einen frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien? Moderatorin Martina Rupp spricht in der 47. Folge von „Am Mikro|skop“ mit Dr.in Romana Wass, PhD, Oberärztin an der Tumorambulanz und Mitglied des Tumorboards am Kepler Universitätsklinikum Linz, über ihren Klinik- und Forschungsalltag, in dem Zeit eine große Rolle spielt. Die Produktion dieser Episode wurde von Amgen unterstützt. Die Expertin hat für das Gespräch kein Honorar erhalten.

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Mehr Informationen und alle Podcast-Folgen unter fopi.at/podcast/ Produktion: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com Konzept und Grafik: accelent communications/www.accelent.at

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00:00:03:

00:00:05: Am Mikroskop.

00:00:10: Welche Rolle spielen Arzneimittel-Innovationen für Österreich?

00:00:13: Welche Relevanz haben Forschung, Entwicklung und Produktion von Medikamenten?

00:00:18: Wie und wo wird geforscht?

00:00:21: Und wie steht Österreich im internationalen Vergleich da?

00:00:25: Der Podcast am Mikroskop widmet sich dem Themenkreis Pharmazeutische Innovation, Life Science, Forschung und Entwicklung & Produktion Eine Initiative von Fachverband Chemische Industrie und Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich.

00:00:43: Medienpartner des Podcasts ist mit Media Relatus.

00:00:47: Folge siebenundvierzig Kleinzelliges Lungenkarzinom, wenn Zeit über Therapiechancen entscheidet.

00:00:55: Lungenkarsinome sind in den deutschsprachigen Ländern die häufigste krebsbedingte Todesursache.

00:01:01: Das kleinzellige Lungenkarzinom nimmt dabei noch eine Sonderstellung ein, denn es ist doch eine besonders rasche und frühe Streuung des Tumors charakterisiert.

00:01:11: Von dieser besonders aggressiven Tumorart betroffen sind etwa zwölf bis fünfzehn Prozent der Anlungenkriebserkrankten.

00:01:18: Für sie ist eine rasche therapeutische Behandlung daher zeitkritisch.

00:01:23: Welche Chancen eröffnen sich für diese Patientinnen durch einen frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien?

00:01:30: Mein Name ist Martina Rupp und ich spreche zu diesem Thema heute mit Doktorin Romana Was, Oberärztin an der Tumor Ambulanz & Mitglied des Tumorbots am Keppler Universitätsklinikum Linz.

00:01:41: Herzlich willkommen!

00:01:43: Ja vielen Dank, danke für die Einladung zu diesen Podcasts – ich freue mich sehr!

00:01:47: Frau Was?

00:01:48: Lungenkrebs ist natürlich bekannt, wir reden aber heute über das kleinzellige Lungenkarzinom.

00:01:54: Was ist das für eine

00:01:55: Erkrankung?!

00:01:56: Das Lungenkarzinom ist eine recht häufige Erkrankung, viel seltener ist da hingegen das kleinzellige Lungencarcinom über das wir heute ja sprechen wollen.

00:02:05: Es ist eine sehr aggressive Tumorerkrankung.

00:02:09: Ungefähr zwölf bis fünfzehn Prozent der Lungen Karzinomfälle sind tatsächlich dann auch kleinzällige Lungankarzinome.

00:02:16: Ist es histologisch ein anderer?

00:02:18: Subtyp von Tumor als das nicht kleinselige Lungenkarzinon hat eine sehr schnelle Tumore Verdopplungszeit, wächst sehr rasch und ist einfach leider Gottes eine sehr bösartige solide Tumorerkrankung.

00:02:32: Können Betroffene bemerken dass sie am kleinseligen Lungencarcinoma krank sind?

00:02:37: Sehr heimtückisch ist es, dass Anfangsymptome ganz oft sehr unspezifisch sind so wie wir das generell auch beim Lungen Karzinom sehen.

00:02:46: viele betroffener Wir richten am Anfang über Husten, vielleicht etwas vermehrte Atemnot oder Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust.

00:02:54: Das sind aber häufig auch Beschwerden die Raucherinnen oft auch anderen Erkrankungen zuschreiben.

00:03:01: wir wissen dass das kleinzellige Lungenkatzenum fast ausschließlich bei Rauchern vorkommt.

00:03:07: somit ist es einfach schwierig im Anfangs Stadium die Symptome auch konkret einer Tumorerkrankung zuzuordnen und das macht die Diagnose auf sehr schwierig.

00:03:17: Was bedeutet die Diagnose für die Betroffenen und Angehörigen?

00:03:21: Oft ist es so, dass die Diagnose eines kleinzelligen Lungenkarzinoms wirklich für die Angehörung bedeutet.

00:03:27: Dass sich mit einem Mal der ganze Alltag letztendlich verändert.

00:03:31: Man bekommt eine Tumordiagnose von einer sehr aggressiven Erkrankung.

00:03:37: Es muss oft zerrasch mit einer Therapie begonnen werden ist nicht nur für die Patientinnen sehr herausfordern, sondern natürlich auch für deren Familien und Angehörige.

00:03:48: Wie viele Menschen erkranken jährlich an einem kleinzelligen Lungenkarzinom?

00:03:53: Wir wissen dass sie in Österreich ungefähr fünftausend Patienten jährlig an einen Mungenkarcinom erkranken.

00:03:59: wenn wir jetzt davon ausgehen das ungefähr zwölf bis fünfzehn Prozent davon kleinzellige Nungankatzenoma sind, dann sieht man dass das eine relativ kleine Gruppe an Patienten ist die eben von dieser besonders aggressiven Nungantumorart betroffen sind.

00:04:16: Wie alt sind die Betroffene im Durchschnitt?

00:04:19: In den meisten Fällen ist die erste Diagnose so zwischen dem fünfundsechzigsten und siebzigsten Lebensjahr.

00:04:25: Man sieht aber schon auch durch ein geändertes Rauchverhalten wie immer wieder auch Patienten diagnostizieren und behandeln, die deutlich jünger sind.

00:04:36: Ein geändertes Rauchverhalten heißt?

00:04:39: Das bedeutet das über die letzten Jahre wir gesehen haben dass Frauen häufiger rauchen als Männer.

00:04:45: Wir wissen, dass in den nächsten Jahren wahrscheinlich mehr Frauen generell rauchen werden als Männer früher mit dem Rauchen beginnen Und das führt auch dazu, dass manchmal tun wir Diagnosen schon früher auftreten als wir es noch vor einigen Jahren gesehen haben.

00:05:01: Man muss aber schon sagen, dass gerade im kleinzelligen Lungankarzinum es sehr selten ist.

00:05:06: Dass wir junge Tumor-Patienten sehen die jünger sind als fünfzig Jahre bei Erstdiagnose Datum und äußerst selten Patienten sehen, die nie oder sehr wenige raucht haben.

00:05:18: also da ist die Assoziation mit dem Rauchen noch einmal viel ausgeprägter als beim nichtkleinzeligen Lungenkarzinum.

00:05:25: In anderen europäischen Ländern gibt es schon Screenings für das Lungenkarzinom in Österreich nicht.

00:05:32: Was bedeutet das vor die Patientinnen?

00:05:34: Ein strukturiertes Lungenkrebscreening ist etwas, dass wir in Österreich ganz dringend fordern müssen.

00:05:40: Die Evidenz ist ganz klar wenn... Betroffene Risikogruppen, und das sind eben vor allem Raucher.

00:05:46: Aber in einem gewissen Alter mit jährlichen Lodos, CDs untersucht werden können, nun kann sie noch mehr viel früher diagnostiziert werden.

00:05:53: Das bedeutet es, nun hat sie nochme erkannt werden wenn Sie sich in einem Stadion befinden dass möglicherweise auch noch geheilt werden kann wo der Tumor sich noch nicht über die Organgrenzen ausgebreitet hat.

00:06:08: Und das wäre gerade bei besonders aggressiven Tumoren wie beim kleinseligen Lungankatzinom sehr wichtig.

00:06:13: Je früher ein Katzinom erkannt wird, umso besser sind natürlich auch die therapeutischen Möglichkeiten und ich habe sie schon erwähnt, die Anfangsymptome sind gerade beim kleinselligen Lungenkatzinom unspezifisch.

00:06:25: Früher Diagnosen sind in den meisten Fällen nicht möglich.

00:06:29: wir sehen zwei Drittel unserer Patienten wenn bereits ein mit das zassiertes Tumor Stadium vorliegt, mit deutlich eingeschränkteren therapeutischen Möglichkeiten.

00:06:38: Und wenn wir aber auch in Österreich so ein strukturiertes Lungenkatzenoms Screening-Programm haben, dann würde die Möglichkeit bestehen, Lungen katzenoma viel früher zu detektieren und besser behandeln zu

00:06:49: können.".

00:06:50: Und gerade diese Form des Lungen Katzenoms ist ja zeitkritisch.

00:06:53: Das heißt je früher man drauf kommt umso größer die Heilungschancen oder?

00:06:58: Absolut!

00:06:59: Man muss sich das so vorstellen, dass glänzige Lungenkarzinom hat eine sehr hohe Teilungsrate.

00:07:05: Eine sehr hoche Proliferationsrate, eine schnelle Tumorverdopplungszeit.

00:07:10: Meist kann sich der Tumo innerhalb von einem Monat in seiner Größe verdoppeln und je größer der Tuma ist umso wahrscheinlicher ist auch das Risiko, dass es zum Auftreten von Metastasen kommt und je früher der Tumu erkannt wird umso besser kann er auch behandelt werden.

00:07:28: Da ist das kleinste Lungenkatzenum sicherlich ein Paradebeispiel dafür, dass es im besten Fall so keiner zeitlichen Verzögerung von der Diagnostik bis zur Therapie Einleitung kommen sollte.

00:07:38: Jetzt haben wir über die Diagnose sehr ausführlich gesprochen.

00:07:41: welche Behandlungsmöglichkeiten stehen Ihnen als Onkologin in Österreich zur Verfügung und warum sind sie eigentlich so komplex?

00:07:50: Das hängt zum einen ganz stark davon ab, in welchem Tumor Stadium sich die Patienten befinden.

00:07:55: man behandelt natürlich nicht jedes Stadium gleich.

00:07:58: In frühen Tumorstadien, wo der Tuma wirklich auf die Lunge selbst begrenzt ist können Strahlentherapien in Kombination mit Chemotherapien und Immutherabien eingesetzt werden.

00:08:09: In sehr seltenen Fällen beim Kleinstelligen Lungankatinum auch eine Operation.

00:08:15: Die meisten unserer Patienten – zwei Drittel befinden sich bei Diagnosestellung allerdings schon in einer metastisierten Weise an einem sehr fortgeschrittenen Tumostadium, wo den Tuma schon andere Organe befallen hat.

00:08:25: Und da braucht es Systemtherapien.

00:08:27: Da braucht es Therapie, die im ganzen Körper wirken können und lange Jahre sind uns tatsächlich ausschließlich Chemotherapien zur Verfügung gestanden.

00:08:35: Seit den Achtziger Jahren haben wir die gleiche Chemotherapie verwendet.

00:08:39: Ungefähr vor zehn Jahren kamen dann die Immuntherapie dazu.

00:08:42: Das war schon eine große Errungenschaft, zahl ich jetzt mal in der Behandlung von Patienten mit kleinseligen Jungenkarzinom.

00:08:49: Und jetzt sehen wir auch neue Therapiesubstanzen wie spezifische T-Cell Engager, die wir hier einsetzen können.

00:08:56: Die noch eine weitere Verbesserung letztendlich auch in der Therapie des kleinseligen Lomancarcinums erzielen konnten.

00:09:04: Es ist aber ganz wichtig dass wir die Patienten multi-disziplinär behandeln, in multidisziplinären Tumorboards besprechen und auch die beste Behandlungsoption dem besten Behandlungseg für den Patienten finden.

00:09:18: Das ist oft eine sehr individuelle Entscheidung.

00:09:21: Es hängt von anderen Faktoren ab, welche Behandlungen der Patient belastbar sind.

00:09:27: Die onkologischen Therapien, die wir anwenden sind durchaus auch mit Nebenwirkungen behaftet.

00:09:33: Auch das muss natürlich gut abgeroben werden, wie fit ist der Patient?

00:09:37: Liegen andere Begleiterkrankungen vor?

00:09:40: Wie gut ist der Patienten auch im sozialen Umfeld eingebettet?

00:09:44: hat er genug Unterstützung, wenn es zum Auftreten von Nebenwirkung kommt so eine Chemo-Immutherapie oder auch den Einsatz von neueren therapeutischen Substanzen?

00:09:54: Das ist schon eine herausfordernde Zeit für Patientinnen.

00:09:59: Kann man das ungefähr eingrenzen, wie lang eine Therapie normalerweise dauert?

00:10:05: Wenn wir jetzt von einer klassischen Unteranführungszeichen Chemoemutenerapie sprechen dann wird in den meisten Fällen im fortgeschrittenen Tumor Stadium über mehrere Monate eine Kombinationstherapie gegeben.

00:10:18: die dann in eine sogenannte Erhaltungsphase übergeht und die wird so lange gegeben, bis die Patienten von der Therapie profitieren oder bis Nebenwirkungen auftreten, die nicht mehr vom Patienten toleriert werden können.

00:10:31: Oder bis es leider Gottes auch zum Auftreten von einem Tumorprogress kommt.

00:10:35: Und das sehen wir beim Kleinzerlinglungenkarzinom leider schon häufig.

00:10:40: Zum einen sprechen die Tumore anfänglich sehr, sehr gut auf Chemotherapie und Strahlentherapie und Immuntherapie an.

00:10:47: Aufgrund dieser hohen Proliferationsrate.

00:10:51: aber zum anderen sind es Tumore die leider Gottes auch sehr schnell Resistenzen entwickeln und dann auf die Therapie nicht mehr ansprechen und man die Therapien wechseln muss.

00:10:59: Bei den meisten Fällen sind diese Behandlungsphasen doch über mehrere Monate wo regelmäßige Krankenhausaufenthalte notwendig sehen, regelmäßiger Blutbildkontrollen auch beim Haushaltsdurchgeführt werden müssen.

00:11:12: Das ist schon eine einschränkende Zeit für die Patienten.

00:11:15: Für die Betroffenen und für die Angehörigen selbstverständlich auch, die da ja mitleben, mitgehen und immer hoffen dass es besser wird?

00:11:24: Absolut!

00:11:24: Und ich glaube das ist ganz wichtig, dass man früh einfach auch Angehöhrige mit ins Boot holt.

00:11:32: Wir wissen Patienten die gut sozial eingebunden und eingebettet und aufgehoben sind können natürlich mit ihrer Erkrankung auch ganz anders umgehen.

00:11:43: Und ich glaube, das ist einfach wichtig, dass man diese verschiedenen Faktoren alle mit berücksichtigt, um einfach das beste Behandlungspaket letztendlich für den Patienten schnüren zu

00:11:53: können.".

00:11:54: Also, dass der Patient die Patientin nicht die Hoffnung aufgibt sondern auch von den Angehörigen darin bestärkt wird.

00:12:00: oder gibt es was Neues?

00:12:01: Schauen wir noch bitte unbedingt ob das geht diesen Punkt der Mutlosigkeit zu überwinden,

00:12:07: oder?".

00:12:08: Ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:12:09: Dass wir unseren Patienten natürlich zu jedem Zeitpunkt in ihrer Krankheit und wir begleiten unsere Patienten ja sehr häufig von der Diagnosestellung bis zum Tod.

00:12:22: Und ich sehe es schon auch als meine Aufgabe dem Patienten Mut zu machen sie zu ermutigen bei der Therapie zu bleiben oder auch Begleitmaßnahmen zu treffen die sich einfach dabei unterstützen ihre Erklärung mit entsprechender Erhaltung der Lebensqualität tragen zu können.

00:12:40: Man muss schon so ehrlich sein, dass viele Patienten gerade mit kleinseligen Lungenkatzenomen zu einem Zeitpunkt zu uns kommen wo wir oft keine Heilung mehr anbieten können selbst mit modernen Therapien wo wir aber sehr wohl eine Verlängerung der Lebenszeit und eine Verbesserung der Lebensqualität durch sehr gezielte Therapien unseren Patienten anbieten können.

00:13:05: Und das ist, glaube ich ganz wichtig – dass wir uns als Begleiter sehen und versuchen die Menschen einfach so gut wie möglich in ihrer Erkrankung auch zu

00:13:16: unterstützen.".

00:13:17: Noch einmal zum Thema moderne Therapieoption Wie passiert so eine Therapie-Innovation?

00:13:23: Es wird jahrzehntelang geforscht und dann plötzlich gibt es ein Finding.

00:13:27: Und das verbreitet sich über die ganze Welt, oder wie funktioniert das?

00:13:31: Ja, das wäre schön!

00:13:32: Also beim kleinzelligen Lungenkatzenomen sind wir ja wirklich etwas ... wie soll ich das sagen... desillusioniert.

00:13:40: Das gab wirklich dreißig Jahre letztendlich keinen Therapiefortschritt.

00:13:45: Vor zehn Jahren kam dann die Immuntherapie, die schon in anderen Tumorentitäten sehr gut erforscht wurde.

00:13:52: Die dann letztendlich auch den Weg in die Behandlung des Kleinstellings Lungenkatzenoms gefunden hat und sind ja durchaus lange Forschungsergebnisse.

00:14:02: Phase eins zwei drei Studien das dauert Jahre, das dauern lange bis die Innovation dann wirklich zum Patienten kommt.

00:14:09: Und jetzt seit sehr kurzer Zeit gibt es eben auch die Möglichkeit, bispezifische TZL-Engager einzusetzen.

00:14:15: Das ist eine ganz neue Substanzklasse gerade für das kleinzellige Lungenkarzinom, dass eigentlich aus hematologischen Erkrankungen kommt.

00:14:24: und wenn man sieht, dass diese Therapien bei anderen Tumorentitäten funktionieren, dann kann man versuchen, diese Ergebnisse zu übertragen – manchmal gelingt's sehr oft aber nicht!

00:14:37: Man sieht oft auch wissenschaftliche Entwicklungen, die in frühen klinischen Studien sehr vielversprechend aussehen.

00:14:43: Die ist aber leider Gottes nie bis zum Patienten schaffen.

00:14:47: Das heißt jetzt aufgrund von dann fehlender Effektivität oder auch zu hoher Nebenwirkungsraten.

00:14:53: Wenn es dann wirklich zu diesen bahnbrechenden Neuerungen kommt, dann ist das schon etwas was mich als neuem Onkologin natürlich sehr positiv stimmt und sehr erfreut, weil ich weiß dass ich endlich was besseres für meine Patienten zur Verfügung habe.

00:15:09: Also es wird jahrzehntelang geforscht und plötzlich gibt's ein Finding?

00:15:13: Ja tatsächlich also beim kleinseligen Lungenkarzinom hatten wir wirklich jetzt Jahrzehnte lang einen Stillstand und seit kurzer Zeit stehen uns geradefür vorbehandelte Patienten sehr gute neue Therapiesubstanzen zur Verfügung die durchaus Hoffnung machen unsere Patienten einfach besser behandeln zu können.

00:15:33: Der Einzug der wie spezifischen T-Zellen-Gager ist sicher eine beanbrechende Neuerung in der Behandlung des Kleinstelligen Lungenkarzinoms und das macht einfach unglaublich viel

00:15:43: Optimismus.".

00:15:45: Wie kommen jetzt diese neuen Therapien zu den Patientinnen?

00:15:49: Und wie lang dauert das?

00:15:50: Oft dauert es leider Gottes länger, als man sich das als behandelnder Ast wünschen würde.

00:15:55: Wir haben die Daten von den neuen Substanzen schon auf Kongressen gesehen vor ein, zwei Jahren.

00:16:01: Erfolgen meist die Zulassungen zuerst in Amerika und bis das Ganze dann auch von den europäischen Arzneimittel-Zulassungsbehörden zugelassen werden, dauert das einfach eine Zeit.

00:16:12: Oft ist es so, dass uns Behandlungsoptionen in klinischer Studien zur Verfügung stehen, dass wir Patienten mit diesen neuen Substanzen schon im klinischen Studien früher behandeln können.

00:16:21: Das ist etwas was ich für ganz wichtig empfinde.

00:16:24: und dann haben wir Gott sei Dank jetzt auch seit dem Sommer die Möglichkeit dieser innovativen Therapien in der Klinik bei unseren Patienten einsetzen zu können.

00:16:33: Warum ist es für einen raschen Zugang zu innovativer Therapie?

00:16:37: Auch für Patientinnen wichtig das in Österreich medizinische und pharmazeutische Forschung stattfindet

00:16:44: Weil das letztendlich die schnellste Möglichkeit ist, die Patienten auch in klinische Studien einbringen zu können wo eben genau diese neuen Medikamente dann noch eingesetzt werden können.

00:16:56: Das was ich vorhin gemeint habe, die Zulassungen sind oft viel früher in Amerika als im Europa und dieser Übergangszeit kann es ja sehr gut überbrückt werden wenn Patienten über klinischen Studien den Zugang zu diesen neuen Medikanenten haben.

00:17:11: Wohin können sich Patientinnen jetzt wenden, wenn sie an solchen Studien teilnehmen möchten?

00:17:16: Oft haben die zuständigen medizinischen Fachgesellschaften, beispielsweise auch die österreichische Gesellschaftshypneumologie Studienzentren in ganz Österreich aufgelistet wo man auch aktuell sieht welche Studien durchgeführt werden.

00:17:30: Das finde ich ist eine sehr gute Anlaufstelle oder man kann sich beispielsweise auch an die behandelnden Kliniken direkt wenden.

00:17:38: Die sind oft sehr gut vernetzt und wissen wo in Österreich andere Studien stattfinden, wo der Patient auch möglicherweise gut geeignet wäre, um dort eingeschlossen zu werden.

00:17:46: Und welche Chancen eröffnen innovative Therapien für Betroffene und für unser Gesundheitssystem?

00:17:53: Wir haben erstmals die Möglichkeit Patienten mit einer sehr aggressiven Tumorerkrankung sehr gezielt behandeln zu können sehen dass wir dadurch Überlebenszeit verlängern können, bei gut erhaltener Lebensqualität.

00:18:07: die Patienten können einfach ihren Alltag wieder besser bewältigen.

00:18:11: Und das ist schon etwas was sehr wesentliches für Patienten mit kleinzelliger Lungankarzin.

00:18:16: Zum Abschluss!

00:18:17: Was ist dir Appell an unsere Hörerinnen und Hörers?

00:18:21: Ja ich würde mir wünschen dass wir Lungenkrebs insgesamt früher erkennen durch strukturierte Screening Programme natürlich aber auch in Verbindung konsequenten Tabakprävention, Rauchstopp angeboten.

00:18:35: Das ist sicher etwas was in Österreich noch ausgebaut werden sollte.

00:18:39: Betroffenen würde ich gerne mitgeben dass sich die Behandlungsmöglichkeiten aktuell einfach wahnsinnig dynamisch entwickeln seit wie seit Jahrzehnten nicht mehr und das es sich lohnt auch sich im spezializierten Zentren behandeln und beraten zu lassen um eben alle verfügbaren Therapieoptionen zu besprechen.

00:19:02: Ich nehme heute für mich mit Husten.

00:19:05: Eigentlich, was man immer hört der länger dauert glaube ich aus vierzehn Tage wird gesagt nicht wegschieben, nicht irgendwelche Zucker und Lutschen sondern auf den eigenen Körper horchen.

00:19:16: es klingt so banal aber man will oft nicht genau hinschauen.

00:19:20: ich weiß das von mir selber mein Schiebzweck Und das ist glaube ich herausgehört zu haben eines der größten Probleme.

00:19:28: Das stimmt, das ist sicher etwas was man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

00:19:31: Gerade beim Lungenkatzenum wissen wir dass die Anfangsymptome so unspezifisch sind und ganz ganz häufig eben ein chronischer Wusten, ein persistierender Wustn auch das erste Anzeichen für einen Lungenkrieg sein kann.

00:19:45: und da es wichtig genauer hin zu sehen eine Diagnostik zu machen, eine Bildgebung um frühzeitig auch möglicherweise eine maligende Ursache für den Husten herausfinden zu können.

00:19:57: Das betrifft jetzt nicht nur die Patienten, sondern ich glaube das muss auch ein Appell an alle Hausärzte sein, dass ein persistierender Hustend frühzeitig vom Facharzt weiter abgeklärt werden muss.

00:20:17: Dann danke ich Ihnen ganz herzlich Frau Doktorin.

00:20:19: Was, alles Gute für Sie!

00:20:21: Vielen Dank fürs Gespräch.

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