Ist Österreich ein Innovationsstandort der Zukunft?

Shownotes

Der Innovationsstandort Österreich steht international unter Druck – das zeigt das Downgrading in globalen Wettbewerbsrankings oder der Rückgang bei in Österreich durchgeführten klinischen Studien. Die Bundesregierung hat angekündigt mit einer starken Life-Science-Strategie gegenzusteuern, aber was heißt das konkret?

Welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um den Innovationsstandort Österreich zu stärken und warum dieser für uns alle, die Wirtschaft und die Gesellschaft von hoher Relevanz ist, darüber spricht Moderatorin Martina Rupp in der 46. Folge von „Am Mikro|skop“ mit Dipl.-Ing. Paul Rockenbauer, BS, Kabinettschef des Bundesministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus, und Dl Dr. Birgit Ploier-Brandauer, Medical Affairs Director bei Johnson & Johnson Innovative Medicine Austria.

Für mehr Details zu den notwendigen Rahmenbedingungen für eine starke forschende pharmazeutische Industrie in Österreich, lesen Sie FOPI-Impulse für eine starke Life-Science- und Pharma-Strategie: file://C:\Users\KF\Downloads\FOPI-Impulspapier-Life-ScienceFeb-2026DE.pdf

Die Produktion dieser Episode wurde von der Janssen-Cilag Pharma GmbH, a Johnson & Johnson company unterstützt (AT_CP-581750). Der Experte hat für das Gespräch kein Honorar erhalten.

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten wollen, schreiben Sie bitte an presse@fopi.at

Mehr Informationen und alle Podcast-Folgen unter fopi.at/podcast/ Produktion: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com Konzept und Grafik: accelent communications/www.accelent.at

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00:00:03:

00:00:09: Welche Rolle spielen Arzneimittel-Innovationen für Österreich?

00:00:12: Welche Relevanz haben Forschung, Entwicklung und Produktion von Medikamenten in Österreich.

00:00:18: Wie und wo wird geforscht?

00:00:20: Und wie steht Österreich im internationalen Vergleich da?

00:00:23: Der Podcast am Mikroskop widmet sich dem Themenkreis pharmazeutische Innovation, Life Science, Forschung und Entwicklung Eine Initiative von Fachverband Chemische Industrie und Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich.

00:00:39: Medienpartner des Podcasts ist mit Media Relatus.

00:00:43: Folge forty-six.

00:00:45: Ist Österreich ein Innovationsstandort der Zukunft?

00:00:50: Der Innovationsstandort Österreich steht international unter Druck, das zeigt es Downgrading in globalen Wettbewerbsrankings oder der Rückgang bei in Österreich durchgeführten klinischen Studien.

00:01:01: Welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um den Innovationsstandort Österreich zu stärken?

00:01:07: Und warum dieser für uns alle die Wirtschaft und die Gesellschaft von hoher Relevanz ist.

00:01:12: Mein Name ist Martina Rupp und ich spreche darüber heute mit Diplom-Engineur Paul Rockenbauer, Bachelor of Science, Kabinettschef des Bundesministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus – schön dass Sie da sind!

00:01:23: Vielen Dank für die Erinnerung.

00:01:25: Diplominschner Dr.

00:01:26: Birgit Pleuer-Brandauer, Medical Affairs Director bei Johnson & Johnson Innovative Medicine Austria.

00:01:32: herzlich willkommen!

00:01:33: Schöne guten Tag, danke für die Einladung!

00:01:35: Rockenbauer.

00:01:36: im aktuellen Indie Ranking wo es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit geht ist Österreich aktuell auf Platz six und zwanzig von neunundsechzig.

00:01:45: Zwanzig einundzwanzig war noch der Platz neunzehn.

00:01:47: was ist denn da passiert?

00:01:48: oder was ist nicht passiert?

00:01:50: Ja, völlig klar ist.

00:01:51: Und das muss man glaube ich auch unverständlich ansprechen.

00:01:53: mit der Positionierung können wir nicht zufrieden sein und auch der Abfall ist nichts was man gut heißen kann oder gut heiße sollte.

00:02:00: Wir haben uns deswegen, und die Bundesregierung hat sich ja deswegen mit der Industriestrate G-二unddreißig heuer am Anfang des Jahres ein klares Zielbild, einen klaren Umsetzungsplan gegeben um wieder in die Top Ten der Industrie Standorte aufzusteigen.

00:02:13: Bei den Rankings muss man natürlich immer individuell schauen was wird bewertet?

00:02:16: Was wird betrachtet welche Parameter liegen zugrunde?

00:02:19: auch Teil der Wahrheit ist das ist glaube ich auch klar dass Österreich aber da sind wir natürlich im internationalen Umfeld nicht alleine in den letzten Jahren vor großen Herausforderungen umbrüchen, energipolitisch, wirtschaftspolitisch handelspolitisch gestanden ist.

00:02:34: Wir sind als Österreich Profiteur von einem weltoffenen und exportorientierten System – das ist in den letzten Jahren natürlich unter Druck gekommen!

00:02:42: Aber klar ist auch mit Platz sechsundzwanzig zufrieden, sondern müssen in die Zukunft schauen und müssen wieder in die Top-Tank kommen.

00:02:48: Und da gibt es jetzt auch ein klares Umsetzungsbild den kleinen Plan und darüber werden wir heute sicherlich noch im Detail

00:02:53: reden."

00:02:53: Ja, und zwar gleich!

00:02:54: Also, die Industriestrategie Österreich twenty-fünfunddreißig hat Life Sciences and Biotech als eine der neuen Flüsseltechnologien identifiziert?

00:03:04: Welchen Stellenwert nimmt die Branche aus ihrer Perspektive für die österreichische Wirtschaft

00:03:08: ein?".

00:03:09: Ich glaube, die Bedeutung von der Branche kann man gar nicht genug betonen.

00:03:13: Wir haben in dem jetzigen Umfeld wie gesagt extrem schwierige globale Bedingungen und brauchen die Wachstumsmärkte der Zukunft – und das ist ja auch kein Selbstzweck!

00:03:21: Wir brauchen Wachsum um unser Sozialsystem zu finanzieren, jetzt mehr und mehr ein Verteidigung zu investieren, um unser sozusagen Wohlstandsniveau- und Arbeitsplätze zu halten und wir brauchen da ganz dringend Wachslungsfaktoren.

00:03:34: Und einer der Branchen wo wir sehen, da ist einfach die Innovation da, da in Österreich auch extrem viel Exzellenz da und in Europa sind die Live Sciences.

00:03:43: Auch ist eine Art verwandte, ähnliche Umfelder wie zum Beispiel die MedTech-Branche usw.

00:03:50: Also ich glaube da gibt es ein enormes Wachstumspotenzial.

00:03:53: das müssen wir heben und deswegen auch der Plan die Live sciences als eine von neuen Schlüsseltechnologien besonders zu stärken.

00:04:01: Wir haben auch am Anfang grundsätzlich die Debatte gehabt, definieren wir überhaupt das Österreich-Schlüsseltechnologien.

00:04:06: Also ist es nicht sinnvoller zu sagen, am Markt wird sich vielleicht etwas durchsetzen und wir sollen da also sozusagen Bundesregierung gar keine Rahmenvorgaben geben.

00:04:14: Und ja, viele Bereiche bei uns im Innovationsumfeld sind technologieoffen.

00:04:18: Aber es war dann doch die klare Entscheidung, dass man sagt wir müssen auf unsere Stärken setzen.

00:04:22: das in einem internationalen Vergleich auch total üblich und deswegen diese Definition auf den neuen.

00:04:27: und dass die Live-Sensors da drin waren, war für uns im Wirtschaftsministerium von Anfang an völlig klar.

00:04:32: Jetzt möchten wir in unserem Podcast natürlich ein bisschen was Konkretes von Ihnen hören!

00:04:37: Was bedeutet das alles?

00:04:38: Also die Nominierung als eine von neuen Schlüsseltechnologien.

00:04:44: Wir haben mit der Definition und der Aufnahme der Live-Senses als eine von neun ja nicht nur sozusagen ein Grundsatzbekenntnis abgegeben, sondern haben das auch mit klaren und harten Budgetzahlen hinterlegt.

00:04:56: Wir haben vor wenigen Wochen, vor ungefähr zwei bis drei Monaten den Pakt für Forschung Technologie und Innovationen als Bundesregierung für die kommenden Jahre verabschiedet bis zum Jahr zwanzig neunundzwanzig.

00:05:07: Also die Branche hat Planungssicherheit, was das Budget bis dahin betrifft – das ist auch sehr positiv!

00:05:13: Man ist ja vor einigen Jahren davon abgegangen, die Forschungsbudgets quasi scheibchenweise pro Jahr zu definieren und hat längere Planungszeiträume definiert, was grundsätzlich natürlich sehr begrüßenswert.

00:05:23: Die Bundesregierung hat sich im Februar zu diesem Pakt kommentiert und es wird bis zum Jahr zwanzig zwei Komma sechs Milliarden Euro über alle Ressourcen weg für die Schlüssel Technologien geben, die sozusagen geirmarkt sind.

00:05:36: Über unsere bekannt guten Agenturen wie der FFG, die ABS

00:05:40: usw.,

00:05:41: um dort die Forschungsmittel in die angewandte Forschung in die Life Sciences auch zu bringen.

00:05:48: Jetzt sieht die Branche mit Spannung der Live Science Strategie entgegen.

00:05:52: Wie kann sie aus ihrer Sicht Wirkung entfalten?

00:05:55: Im Wirtschaftsministerium sehen wir die Live Sciences als starke... Trias, wir brauchen drei Faktoren damit die Branche aus unserer Sicht bestmöglich politisch unterstützt werden kann bzw.

00:06:05: die Rahmenbedingungen passen.

00:06:06: Das ist zum ersten die Forschung.

00:06:08: da geht es von der Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung den kompletten Bogen entlang.

00:06:13: Zweitens ist das die Produktion.

00:06:14: Wir sehen die Produkzion in Österreich als wesentlich an nicht nur der Branche, aber insbesondere auch in dieser Branche.

00:06:20: Und der dritte Punkt ist natürlich alles was um das Thema Marktzugang geht.

00:06:24: Natürlich werden wir bei gerade diesen Produkten einem hoch regulierten Umfeld die besten Medikamente für die Patientinnen und Patienten in Österreich brauchen.

00:06:33: Aber das ist natürlich auch für die Firmen ein großer Faktor, der eine Rolle spielt, die die Stammhautqualität quasi ausmacht.

00:06:39: Also aus unserer Sicht diese drei Punkte abzudecken ist den wesentlichen Punkt.

00:06:43: Jetzt holen wir die Partnerin mit ins Boot Frau Bleuer-Brandauer, wie sehen Sie das Thema Attraktivität des Innovationsstandorts Österreich aus der Perspektive eines global agierenden pharmazeutischen Unternehmens?

00:06:55: Ja, aus unserer Sicht sind jetzt schon sehr wichtige Dinge genannt worden.

00:06:58: Planungssicherheit ist natürlich genau das was wir uns essentiell sein wird.

00:07:02: Österreich bringt ja derzeit bereits einiges mit.

00:07:05: Wir haben sehr international anerkannte Experten und Experten Ärztinnen und Ärzte Wir haben erfahrene Studienzentren Wir haben vernetzte Forschungen auf Spitzenniveau Und wir haben ein sehr hohes medizinisches Niveau.

00:07:17: Jetzt gilt es aber Rahmenbedingungen zu schaffen dass Innovation auch wirklich in Österreich in der Zukunft auch weiter attraktiv ist und das Pharmaunternehmen auch wirklich innovativ arbeiten können, und Forschung weiterhin auch betrieben werden kann.

00:07:32: Und der Standort Österreich was er mitbringt – das funktioniert wunderbar!

00:07:36: Was wir jetzt aber fördern müssen, ist tatsächlich auch wirklich schneller zu sein und mutiger zu sein um hier auch wirklich Rahmenbedingungen zu haben die Innovation ermöglichen.

00:07:46: Im Blickpunkt stehen bei Branchengesprächen oftmals vier Themen Markt- und Versorgungszugang beschleunigen klinische Forschung stärken, angewandte Forschung Entwicklung und Produktionssichern und Gesundheitsdaten sinnvoll und sicher nutzen.

00:08:01: Könnten Sie bitte jeweils beide in einem Satz antworten so eine Art Wordrap jetzt?

00:08:06: Warum das für sie wichtig ist und was dazu getan werden müsste?

00:08:09: Ich weiß nicht wer möchte als Erste Antworten.

00:08:11: schauen sich dann einfach an und sagen sie es dann Stichwort Markt- und Versorgungszugang beschleunigen.

00:08:17: Für mich bedeutet das, dass das Innovation erst wirksam ist wenn sie tatsächlich auch bei den Patienten ankommt und dafür müssen wir uns einsetzen.

00:08:25: Wichtig ist aus unserer Sicht gerade... dass der Heimmarkt rasch von den Unternehmen bespielt werden kann.

00:08:31: Das heißt, wir sehen hier ganz entscheidend das A die Zugangsverfahren rascher über die Bühne gebracht werden können und B müssen wir hier glaube ich auch den Binnenmarkt, den europäischen Markt als Heimat begreifen.

00:08:43: Wir haben eine Kleinteiligkeit bei den Zugangs verfahren nicht nur in der Live-Sense Branche aber auch hier.

00:08:48: da muss man schneller und besser werden.

00:08:50: Stichwort Bei uns Ganz oft Thema wichtiges Thema klinische Forschung stärken.

00:08:55: Ja, auch hier gilt es Spitzenmedizin möglichst früh den Patientinnen und Patienten zur Verfügung zu stellen.

00:09:01: Und hier brauchen wir die Rahmenbedingungen, die das auch tatsächlich ermöglichen.

00:09:04: Und daran müssen wir jetzt arbeiten – und das müssen wir auch einfordern -, dass es diese apraktiven Rahmenbedienungen tatsächlich gibt!

00:09:10: Wir sehen das ganz genau so.

00:09:11: Wir möchten ja nicht nur internationale Spitzenunternehmen nach Österreich bringen, sondern auch internationale Forschung.

00:09:15: Wir haben Topforscherinnen und Topfforschersuperbetriebe Spitzmedizin aber da schneller zu werden um die Studie nach Österreich zu bringen.

00:09:23: Das ist ganz klar Auftrag und Ziel!

00:09:26: Ebenso wichtig selbstverständlich angewandte Forschung Entwicklung und Produktion sichern.

00:09:32: Ja, das gilt es gemeinsam zu denken und nicht getrennt voneinander Und tatsächlich hier auch entlang der gesamten Kette Wertschöpfung zu generieren, die schlussendlich dann unserem Standort und unseren Patientinnen und Patienten zur Verfügung kommt.

00:09:44: Dann natürlich auch unserem Standorts Österreich mit all den Arbeitsplätzen, die daran hängen wenn es um Innovation und Forschung geht.

00:09:51: Unsere innovationspolitische Grundagenda lautet ja oft nicht F&E sondern F&P Forschung und Produktion.

00:09:58: Das muss man gemeinsam denken, dass eine wird ohne das andere langfristig nicht funktionieren und deswegen ist es gemeinsam zu betrachten und umzusetzen.

00:10:06: Wir haben hier tolle Instrumente wie die Forschungsprämie zum Beispiel, die uns im internationalen Vergleich wirklich einen Unique Assert gibt.

00:10:13: aber das muss man bei Behalten ausbauen und da die Rahmenbedienungen entsprechend langfristiger stärken.

00:10:19: Ebenfalls ein Stichwort, das immer wieder fällt.

00:10:23: Gesundheitsdaten sind sinnvoll und sicher nutzen.

00:10:26: Ja, Gesundheitsdagen sind ein Schlüssel der modernen Medizin und Österreich ist hier im internationalen Vergleich selbst im europäischen Vergleich viel zurückhaltender und wir lassen hier sehr viel liegen was wir wirklich für Patienten noch wirklich nutzen könnten.

00:10:40: Real-World Daten die verfügbar sind aber derzeit nicht genutzt werden können.

00:10:45: verantwortungsvoller Umgang ja aber mehr davon nutzen.

00:10:48: Wir sehen Patientendaten auch als riesige Chance an.

00:10:51: Natürlich muss das unter den höchsten Datenschutzstandards geschehen und passieren, ich sehe aber hier eher die Chance.

00:10:56: also durch die hohen Datenschutztandards, die wir haben kann man ja Österreich Europa als sozusagen sicheren Datenhafen betrachten und hier mit anonymisierten Daten, mit hohem Datenschutsstandards wirklich Business Cases umsetzen und am Ende mehr Wert für Patienten generieren.

00:11:13: Von dieser wichtigen und ambitionierten Tutulist Was sehen Sie beide als dringendste Maßnahme, wenn damit Innovation und Forschung in Österreich weiterhin möglich sind?

00:11:24: Aus Sicht der Pharmaindustrie ist es ganz klar die mehrfach angekündigte Lifesign-Strategie, die wirklich jetzt passieren muss.

00:11:31: Und ganz klare Maßnahmen, die sich daraus ableiten lassen um wirklich auch dieser Planbarkeit für Pharmaindustrie zur Verfügung zu stellen.

00:11:38: Aus unserer Sicht ist es klar, der Branche Rahmenbedienungen und langfristige Planbarkeiten zu geben.

00:11:43: Ich glaube mit der Industriestrategie haben wir schon einen ersten guten Schritt gemacht, eben wie bereits erwähnt die Definition als eine von neuen Lifesign-Strategien.

00:11:51: Ich glaube die Lifesignsstrategie als nächster Schritt ist einfach die logische Ableitung dessen Und es soll ja nicht bei der Strategie bleiben, weil Strategien gibt's ja viele.

00:12:00: Wir müssen auch in die Umsetzung kommen.

00:12:01: Der FDI-Park, der Eingangs schon erwähnt, ist ein kräftiges Zeichen für Schlüsseltechnologin.

00:12:07: Der fdi-Park den Summe sogar fünf Milliarden also da ist viel dar.

00:12:11: das muss jetzt in die umsetzung kommen und natürlich muss das regulatorische Umfeld und da gehts auch stark um europäische Themen entsprechend zugestaltet werden dass die branche eine zukunft in europa und in österreich sieht.

00:12:22: Frau Bleuer, Brand Dauer als Medical Director liegen Ihnen die klinischen Studien – das haben wir schon gerade gehört besonders am Herzen.

00:12:29: Doch Österreich verzeichnete zwischen twenty-one und zwanzigundzwanzigvierundzwannzig einen Rückgang klinischer Studien um achtundzwantig Prozent!

00:12:37: Was erleben Sie als die Hauptgründe?

00:12:40: Ja, es ist ein trauriges Faktum, dass wir tatsächlich wahrnehmen.

00:12:45: Das zeigt uns, das ist ein ganz sensibler Indikator den wir haben.

00:12:48: Wenn wir auf linische Forschung blicken und die zurückgeht, ist es natürlich ein generelles Zeichen.

00:12:52: wie steht's um den Innovationsstandort Österreich?

00:12:56: Und ich habe eingangs schon erwähnt was Österreich alles mitbringt.

00:12:58: Was aber fehlt ist tatsächlich dass Verträge schnell erstellt werden können.

00:13:02: Die Fragmentierung die wir innerhalb Österreichs haben ist so divers, das müssen wir homogenisieren, dass es zentrale Ansprechpersonen gibt Und all diese Dinge würden dazu führen, dass Österreich jetzt schneller werden muss und schneller werden sollte um tatsächlich auch klinische Studien weiter attraktiv zu machen in Österreich.

00:13:19: Und dann natürlich auch Anreize für Unternehmen zu setzen damit klinischer Forschung attraktiver regulatorische Aspekte zum Beispiel.

00:13:26: Also Fragmentierung bedeutet Bürokratie?

00:13:29: Genau innerhalb von verschiedenen Bundesländern zum Beispiel unterschiedliche Vertragsregelungen innerhalb von verschiedene Häusern Kliniken, niedergelassene Bereich.

00:13:36: Es ist alles sehr unterschiedlich in Österreich aufgestellt und das macht es für Unternehmen oft sehr aufwendig.

00:13:42: Administrative Hürden sind sehr hoch die Prozesse dauern lang Und das macht uns international natürlich nicht so ein Wettbewerbsweg.

00:13:49: Warum sind klinische Studien für den Standort Österreich so wichtig?

00:13:53: Einerseits gilt es darum, Spitzenmedizin hier wirklich für Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen.

00:13:59: Andererseits gilt das natürlich auch innovative Therapien schon Erfahrungen zusammen damit.

00:14:04: Damit bei einer Zulassung zum Beispiel sich Ärztinnen und Ärzte auch schon auskennen mit dieser neuen Therapie.

00:14:09: Es geht ja um Arbeitsplätze, um Know-how, um Forschung, um wirklich auch Forscher attraktiv ums Attraktivzumachen für Forscher nach Österreich zu kommen.

00:14:17: Forscher?

00:14:17: Für die Forscher?

00:14:19: Genau

00:14:20: Herr Rockenbauer jetzt haben wir Zwei Jahreszahlen von Ihnen gehört, neunundzwanzig und fünfunddreißig.

00:14:25: Die Maßnahmen zur Attraktivierung des Standortes werden also langfristig wirken.

00:14:30: Der eine oder andere Schritt wird sich aber kurzfristig im Budget abbilden müssen?

00:14:35: Was bedeutet das für das Doppelbudget?

00:14:36: zwanzig siebenundzwenzig achtundzwantzig?

00:14:39: Wir haben ja strategisch schon vielleicht nicht ganz unklug den FDI-Park der Bundesregierung ein paar Monate vor dem Doppelpudget beschlossen.

00:14:46: Also hier gibt es Planungssicherheit, hier gibt's Klarheit.

00:14:49: Ich möchte hier aus meinem Herz keine Mördergrube machen.

00:14:51: Wir stehen natürlich unter den extrem schwierigen Rahmenbetonungen, dass wir einen Defizitverfahren auf EU-Ebene haben.

00:14:58: Hier gibt es Konsolidierungsbedarf – das ist doch eine gesamtstaatliche Anstrengung nicht nur des Bundes aber auch und insbesondere eben der entsprechenden Ministerien.

00:15:06: Wir schauen, dass wir aber trotzdem bei allem Konsolidierungs-, bei allem Spar- und Einsparungsbedarf Offensivthemen vorantreiben.

00:15:13: Und der FDI-Pak den Summe ist ja nicht eingespart worden, ist sogar ein Stück weit gewachsen und das ist glaube ich ein gutes Zeichen, dass die Bundesregierung nicht nur konsolidieren muss sondern auch offensiv Pakete schnürt, offensiver Mittel einsetzt und in Forschung und Entwicklung zu investieren hat glaube ich noch nie geschadet.

00:15:29: Das zeigt doch unsere beeindruckende Position beim Rankings weil es am Anfang angesprochen den Innovation Scoreboard oder auch unsere beeindruckende Forschungsquote, da sind wir top drei in Europa.

00:15:41: Live Science ist eine Querschnittmaterie die in viele Bereiche wird, Industrie gesundert wurde schon angesprochen, Innovation, Forschung, Wissenschaft, Europa – das ist Ihnen noch ganz besonders wichtig!

00:15:52: Was ist denn hier der Part des Wirtschaftsministeriums?

00:15:54: Als Wirtschaftsministerium sind wir in drei Ratsformationen vertreten und zuständig und einer davon ist Kompetent also die Wettbewerbsfähigkeit, der Wett-Bewerbsfähigkeitsrat.

00:16:02: Und unter diesem Aspekt müssen wir natürlich auch die Life Sciences betrachten, nicht nur unter dem sehr wichtigen gesundheitspolitischen Aspekt.

00:16:08: Aber es ist eine sehr wichtige Industrie, die zum Wachstum zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Arbeitsplatzschaffung beiträgt.

00:16:14: Also hier werden wir uns als Wirtschaftsministerium immer wieder überall Branchen anlegen einbringen und immer wieder diesen gesamtheitlichen Aspekt

00:16:22: betrachten.".

00:16:23: Jetzt hat das österreichische Wirtschaftsministerium ja schon im Jahr twenty-sebzehn eine Zukunftstrategie, Life Sciences und Pharmastandort Österreich veröffentlicht.

00:16:32: In der Praxis hat sich die allerdings nicht spürbar niedergeschlagen – was wird man denn diesmal anders machen damit Worten Taten folgen?

00:16:40: Ich glaube eine Strategie ist nur so gut wie

00:16:42: a.)

00:16:42: Das Commitment aller Beteiligten, die auch umzusetzen.

00:16:45: ich glaube da ist uns mit den Industriestrategien ein guter Wurf gelungen.

00:16:48: Und B, die Welt hat sich nach Zeitzehntzwanzigsebzehn natürlich stark verändert.

00:16:52: Wir haben geopolitische Zerwürfnisse – wir sind eine Pandemie später leider etliche Kriege und Konflikte, die auch die Lieferketten stark eingeschränkt haben und die Verwandbarkeit unseres regelbasierten Handelssystems zum Beispiel klar aufgezeigt haben.

00:17:05: Also glaube ich dass unser Learning ist zu aktualisieren, zu schauen wo sind die Themenfelder, die jetzt gerade für die Branche wesentlich sind auf der anderen Seite aber ein klares Zielbild mit der Industriestrategie und dann Stück für Stück umzusetzen und alle am Weg mitzunehmen.

00:17:22: Geopolitisch turbulente Zeiten, Sie sagen es!

00:17:25: Die Handelsmaßnahmen des amerikanischen Präsidenten wirken sich unmittelbar auf den Farmermarkt aus – mit potentiell nachteiligen Folgen für die Versorgung der europäischen Bevölkerung.

00:17:35: Wird die LifeScience-Strategie der Bundesregierung diese Herausforderungen rechnen?

00:17:40: Ich glaube jede politische Handlung und jede politisches Strategie zurzeit muss dieses Thema mit umfassend behandeln und diskutieren.

00:17:47: Die Herausforderung ist gerade im Thema Versorgungssicherheit, nicht nur bei den Energiemärkten.

00:17:51: Auch bei anderen Märkten wie eben zum Beispiel Pharma und Medikamentenmärkten dass wir nicht mehr in der Welt von vor zehn Jahren leben wo der regelbasierte Handel, wo die klaren Konfliktlösungsmechanismen der Vergangenheit funktioniert haben sondern wir sind jetzt in einer egozentrischeren, in einer kleintleiligeren Welt.

00:18:08: Das ist natürlich sehr bedauerlich, weil die Kooperation bringt Wohlstand weltweit.

00:18:13: Die Kooperation bringt auch Österreich sehr viel Wohlstände als exportorientiertes Land.

00:18:16: aber wir müssen mit der neuen Realität schonungslos umgehen und da müssen wir auch eigene Stärken stärken das heißt wie eingangs erwähnt Produktionen stärken Forschung stärken.

00:18:24: es wird nie sein so sein dass österreich sich autark von allen anderen ländern abschotten kann.

00:18:29: das ist auch gar nicht ziel.

00:18:30: aber eigene stärken also europa vor allem selbstbewusst darzustellen und dort österreich einen guten teil beizutragen das wird die agenda der nächsten jahre sein

00:18:38: Und dann schauen wir gleich über die Grenzen, würde ich sagen.

00:18:40: Wie kann Österreich in der Dachregion mit dem Pharma-Paket in Deutschland und einer traditionell starken Schweiz im Wettbewerb mithalten?

00:18:48: Ich glaube uns muss klar sein dass wir im Vergleich mit Deutschland niemals über das Volumen, nichtmals über die Quantität reusieren können sondern es muss über die Qualität passieren.

00:18:56: Hier gilt es natürlich wirklich, dass österreichbürokratische Hürden abbaut vielleicht spezialisierte Zentren hat einen Fokusgebiet setzt und hier wirklich ganz klar auch Alles dafür tut, dass wir schneller sein können als zum Beispiel unsere Nachbarländer.

00:19:10: Österreich hat sicherlich einige Punkte, wo wir spezielle Rahmenbedingungen haben die sogar deutlich attraktiver sind als Deutschland oder die Schweiz.

00:19:17: Ich habe die Forschungsprämie schon erwähnt.

00:19:18: hier sind wir ungedäckelt mit vierzehn Prozent Steuerspanis sicher einer der Top Adressen in Europa und auf der anderen Seite ist natürlich die Schweiz gerade im Pharma Bereich sehr erfolgreich.

00:19:28: Deutschland hat eine tolle Strategie vorgelegt.

00:19:30: ich glaube in der Kooperation liegt auch viel Potenzial.

00:19:33: wie haben ein Industriestrategie?

00:19:34: Wir haben im F&E-Bereich einige tolle Rahmenbildungen zu bieten aber über die Qualität werden versuchen weiter, ein Wettbewerbsfähig zu bleiben.

00:19:42: Machen wir es noch weiter auf?

00:19:43: Im Schulterschluss mit ganz Europa muss sich Österreich vor allem gegen die USA und China behaupten!

00:19:49: Wie sehen Sie die zukünftige Rolle von Europa hier?

00:19:52: Das ist ein Thema, den wir uns stellen müssen.

00:19:54: Und ich glaube, wir müssen hier gerade in Europa auch wirklich Europa denken und nicht nur jedes Land für sich sondern hier wirklich stärken bündeln miteinander agieren, hier wirklich ganz konkret unsere Unabhängigkeit einfordern und eigentlich noch ausbauen – das gilt genauso gut für die Produktion also für die Forschung!

00:20:11: Und hier sind wir eigentlich auf einem Weg, wo wir in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen naiv mit dem internationalen Wettbewerb umgegangen sind und wo wir jetzt klar erkennen müssen Europa hat viele Stärken.

00:20:20: Und die müssen wir gemeinsam bündeln und dann auch wirklich international

00:20:23: ausspielen.".

00:20:26: The USA innovates, China replicates Europe regulates.

00:20:30: Ich glaube der darf nicht die Agenda sein, die wir verfolgen sondern ganz im Gegenteil das haben sie angesprochen Wir müssen uns als Europa unserer Stärke bewusst sein.

00:20:39: Mein Minister hat mal gesagt Europa darf nicht in Schönheit sterben und genau das ist es!

00:20:43: Wir haben stärken wir sind noch immer der größte Binnenmarkt der Welt wir haben irgendeine tolle Forscherinnen und Forscher wir haben tolle Unternehmen Aber die müssen wir auch dementsprechend stärken.

00:20:53: und vor allem dürfen wir uns als siebenundzwanzig Mitgliedstaaten nicht auseinander dividieren lassen, sondern müssen hier Einheit und wenn nötige auch klare Kante zeigen.

00:21:02: Also schön und naiv wollen man nichts ein haben wir gerade gehört, sondern schneller werden, zielgenauer und unsere Kräfte und Knowledgees bündeln innerhalb Europas.

00:21:14: Abschließend an Sie beide die Frage Wann ist die Life Science Strategie in Ihren Augen ein Erfolg?

00:21:21: Wenn Sie klare Maßnahmen ableiten lässt und dir wirklich gut und schnell umsetzbar sind.

00:21:27: Wenn die Triers Forschung, Produktion, Marktzugang entsprechend gut abgebildet ist und wir mit der Branche ein klares Zielbild haben – wo wollen wir in fünf, zehn Jahren hin?

00:21:42: Ich danke Ihnen ganz herzlich!

00:21:43: Es ist viel zu tun.

00:21:44: Ich wünsche Ihnen alles Gute dafür!

00:21:46: Diplomenschner Dr.

00:21:47: Birgit Bleuer Brandbauer.

00:21:49: Dankeschön!

00:21:49: Herzlichen Dank

00:21:50: Diplomensioner Paul Rockenbauer.

00:21:52: Herzlichen Dank, dass ich da

00:21:53: war!

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