Ist Gesundheit eine strategische Investition in unsere kollektive Zukunft?
Shownotes
Medizinische Innovationen haben einen hohen Wert für die Patient:innen, für das Gesundheitssystem, für die Gesellschaft und für die Volkswirtschaft. Das zeigen aktuelle Studien und rechnen führende Ökonom:innen und Zukunftsdenker:innen vor. Die Betrachtung von „Gesundheitsausgaben“ ändert sich, sie werden als strategische Langzeitinvestitionen in eine gerechte Zukunft erkannt.
Warum dieses gesellschaftliche Umdenken für unser aller Wohl notwendig ist und wie es gelingen kann, darüber spricht Moderatorin Martina Rupp in der 45. Folge von „Am Mikro|skop“ mit Univ.-Prof.in Dr.in med. Anita Rieder, Vizerektorin der MedUni Wien und Leiterin des dortigen Zentrums für Public Health, und Alexander Mülhaupt, Geschäftsführer Roche Austria GmbH.
Lesen Sie im Buch „INNOVATION GESUNDHEIT“ weitere Beiträge internationaler Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Forscher:innen zu diesem Thema.
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Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:08: Wie funktioniert Arzneimittelproduktion, Forschung und Entwicklung?
00:00:12: Wie und wo wird geforscht?
00:00:14: Welche Position nimmt Österreich im internationalen Zusammenspiel ein?
00:00:18: Und welche Mythen können mit einem Faktencheck erklärt werden?
00:00:21: Der Podcast Am Mikroskop widmet sich dem Themenkreis pharmazeutische Produktion, Forschung und Entwicklung.
00:00:29: Eine Initiative von Fachverband Chemische Industrie und Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich.
00:00:37: Medienpartner des Podcasts ist Mediarelatus.
00:00:42: Folge forty-fünf.
00:00:44: Ist Gesundheit eine strategische Investition in unsere kollektive Zukunft?
00:00:49: Medizinische Innovationen haben einen hohen Wert für die Patientinnen, für das Gesundheitssystem, für die Gesellschaft.
00:00:56: und für die Volkswirtschaft, das zeigen aktuelle Studien und rechnen führende Ökonomien und Zukunftsdenkerinnen vor.
00:01:04: Die Betrachtung von Gesundheitsausgaben ändert sich.
00:01:08: Sie werden als strategische Langzeitenvestitionen in eine gerechte Zukunft erkannt.
00:01:14: Warum dieses gesellschaftliche Umdenken für unser allerwohl notwendig ist und wie es gelingen kann?
00:01:20: Darüber spreche ich heute mit Universitätsprofessorin, Doktorin Med Anitha Rieder.
00:01:25: Sie ist Vizirektorin für Lehre an der Med Uni Wien und Leiterin des dortigen Zentrums für Public Health.
00:01:31: Schön, dass Sie da sind.
00:01:32: Hallo.
00:01:33: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:34: Und bei uns ist auch Alexander Müllhaupt, der Geschäftsführer von Roche Austria.
00:01:38: Willkommen.
00:01:39: Danke schön.
00:01:40: Vielen Dank.
00:01:41: Frau Prof.
00:01:41: Rieder, wie definiert sich ... Innovation im Gesundheitsbereich.
00:01:45: Da könnte ich jetzt weit ausholen.
00:01:48: Ich darf vielleicht hier meine Public Health Perspektive hier reinbringen.
00:01:52: Ich glaube, wir haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel an Innovation erlebt, ohne dass wir das so realisiert haben.
00:01:59: Wir haben eine... Gesellschaft, die eine langlebige Gesellschaft geworden ist.
00:02:05: Gott sei Dank.
00:02:07: Wir haben eine unterschiedliche Altersstruktur.
00:02:09: Wir haben viele Erkrankungen, die heute chronisch geworden sind und für viele Vorjahrzehnte noch ein Todesurteil bedeutet haben.
00:02:19: Das heißt ... Wir haben viele Innovationen, die wir nicht zu realisieren, aber Innovation bedeutet für mich immer einen Mehrwert für die Gesellschaft.
00:02:30: Also das, was wir schon erlebt haben, aber das, was wir jetzt dann auch gerade jetzt erleben, ist natürlich auch wichtig für Innovation in allen Bereichen des Gesundheitswesens, nämlich auch die Digitalisierung des Gesundheitswesens.
00:02:45: Wo ist der Mehrwert für die Gesundheit der Gesellschaft?
00:02:49: Wo ist der Mehrwert für sozusagen sehr bereits spezifische Bereiche der Medizin wie Präzisionsmedizin?
00:02:56: Wo ist der Mehrwert für die Gesellschaft?
00:02:58: Das heißt, die Innovation, glaube ich, splittert sich sehr stark auf in viele, viele gesellschaftliche Bereiche.
00:03:05: Unterscheidet sich die Wahrnehmung von Innovationen im Gesundheitsbereich von anderen Sektoren?
00:03:10: Und wenn ja, warum?
00:03:11: Ich glaube immer, wenn es so eine Headline gibt.
00:03:14: dann nimmt man das vielleicht als Innovation wahr.
00:03:17: Wenn ein neues Tool erfunden wird, wenn ein neues KI uns erreicht, dann wird das möglicherweise als Innovation erlebt.
00:03:25: Aber Innovation bedeutet letztendlich auch, es könnte bereits etwas sein, dass schon lange wir auch im Gesundheitswesen haben, wo es nur einen neuen Blick drauf braucht, sozusagen ein Rethinking, ein Reimaging, eine Gesundheitsversorgung, ich sage jetzt integrierte Versorgung.
00:03:43: Beispiel Versorgungsmodelle, die neu gedacht wieder einen großen Mehrwert für die Gesellschaft und für die Patienten bringen können.
00:03:51: Der Wert von medizinischen Investitionen für uns Patientinnen lässt sich natürlich leicht nachvollziehen.
00:03:57: Aber wie entsteht dafür das Gesundheitssystem für die Gesellschaft und noch größer gesprochen für die Volkswirtschaft?
00:04:05: Also ich könnte hier jetzt wahrscheinlich mit mehreren Kolleginnen und Kollegen Vorlesungen halten und Seminare abhalten.
00:04:14: Wenn ich jetzt das wieder aus meiner Public Health Perspektive spreche.
00:04:18: Innovation.
00:04:19: ist in dem Sinn in einer komplexen Welt, wie auch die Public Health Welt, eine komplexe Welt ist.
00:04:26: Das heißt, unsere Gesundheit ist ja nicht so einfach zu beeinflussen.
00:04:30: Wir unterliegen sehr vielen Determinanten.
00:04:33: Das heißt, es macht etwas aus, wie gebildet wir sind, wie viele Einkommen wir haben, in welchem Land wir geboren sind, welche soziale Stellung wir haben, welchen Beruf wir haben.
00:04:45: All das ist sozusagen wichtig für unsere Gesundheit.
00:04:48: Und wenn man das jetzt eine gesamtvolkswirtschaftliche Rechnung anstellen würde, so ist es, glaube ich, sehr schwierig, eine einzelne Innovation jetzt hier für den Gesamtnutzen der Gesellschaft.
00:05:01: umzusetzen.
00:05:02: Das Einfachste ist immer, wenn man ein Beispiel herausholt und sich eben vielleicht direkte Kosten ansieht, indirekte Kosten ansieht, auch Kosten, die man sonst nicht messen kann, wie was ist, wenn jemand durch Krankheit in der Pflege der Familie ausfällt, das wird nie ganz wohl mit sozusagen monetär benessen.
00:05:23: Aber das ist eben unser Anspruch, dass wir alles gerne ökonomisch betrachten, monetär bemessen wollen, aber das geht im Prinzip nicht.
00:05:30: Das heißt, wir haben ja auch den sozialen Impact von Gesundheitsmaßnahmen und Gesundheitsversorgung, den wir nicht so gut messen können.
00:05:39: Das heißt, auch in der Forschung, in der Bewertung, in der Bemessung muss man dicke Bretter bohren, also langfristig die Daten sich anschauen.
00:05:48: oder wie darf ich das verstehen?
00:05:50: Da haben Sie etwas Wichtiges angesprochen und Sie haben ein Wort erwähnt, nämlich Daten.
00:05:55: Wo wir eine doch deutliche Schwäche haben, um wirklich alles noch besser bewerten zu können, ist das, dass wir die Datenlage gerade in Österreich nicht sehr gut kennen.
00:06:08: Das heißt, im Prinzip geht es bei jeder Gesundheitsmaßnahme, bei der Gesamtversorgung der Bevölkerung, für jede Krankheit, für jede Präventionsmaßnahme und im Outcome.
00:06:19: Das heißt, wie nützt es den Patienten und den Patienten?
00:06:24: Welchen Vorteil haben Sie?
00:06:26: Welchen Benefit haben Sie von dieser Maßnahme?
00:06:29: Und wenn wir das messen wollen, so ist es natürlich sehr schwierig, weil wir nicht die zugrunde liegenden Daten dafür haben.
00:06:38: Wir haben gestern zufällig zehn Jahre Outcomes Research Institute der MedUni Wien gefeiert.
00:06:46: Das war ein Meilenstein, die Gründung dieses Instituts.
00:06:50: Das sind bereits natürlich viele Daten jetzt auch erhoben worden und für einzelne Erkrankungen messbar, sozusagen auch Lebensqualitätsverbesserung etc.
00:07:01: gemacht worden.
00:07:02: Aber das Grundsätzliche an unserem Gesundheitssystem ist, dass wir Daten in Silos haben oder über viele Bereiche überhaupt keine wirklich messbaren Daten, noch immer nicht.
00:07:13: Und das ist etwas, worauf wir unbedingt abzielen müssen.
00:07:18: Ich sehe die Bestrebungen, ich sehe auch die Strategien, die politischen Strategien von der EU-Ebene angefangen, dass sich das verbessern soll.
00:07:26: Aber ohne dem werden wir auch sozusagen den Nutzen schwer beziffern können.
00:07:32: Und das ist ja immer das, was verlangt wird.
00:07:35: die Kosten darzustellen, was spart man ein oder was kostet etwas.
00:07:39: Und das ist halt wirklich sehr schwierig.
00:07:41: Was wir gesichert wissen, in Österreich wir werden älter, aber nicht mit genug gesunden Jahren älter.
00:07:49: Also wir sprechen von verbesserter Produktivität, weniger Krankenständen, geringerer Pflegebedürftigkeit oder reduziertem Therapie.
00:07:59: Bedarf im Gesundheitssystem für unsere Gesellschaft oder Volkswirtschaft, wenn wir in diesem Bereich gut arbeiten, gut forschen?
00:08:09: Kann man sagen, wie viel im Durchschnitt ein zusätzliches, gesundes Lebensjahr ökonomisch wert ist?
00:08:17: Ich könnte mir vorstellen, dass meine Kolleginnen und Kollegen aus der Gesundheitsökonomie hier sicherlich Zahlen zur Verfügung haben.
00:08:23: Es gibt das auch Krankheitsspezifisch, wie man das berechnen kann.
00:08:29: Und es gibt auch sozusagen Messwerte, wie man es berechnen kann.
00:08:34: Ich würde jetzt aber bei den gesunden Lebensjahren noch viel mehr Aspekte mit hereinbringen, nämlich darauf zielt ja vieles ab.
00:08:43: Nämlich dazu gehören auch die sozialen Determinanten der Gesundheit und dazu zählt ganz stark die Gesundheitskompetenz auch der Bevölkerung.
00:08:52: Das heißt, weniger Gesundheitskompetenz bedeutet auch einfach einen schlechteren Outcome bei bestimmten Erkrankungen oder eben auch weniger in Anspruchnahme von präventiven Maßnahmen.
00:09:06: Und das alles fließt dann eben nicht ein, sondern ich mache eben eine Kosten-Nutzen- oder Nutzwertanalyse, die sich natürlich auf bestimmte Parameter bezieht, aber nicht alles mit einschließen kann.
00:09:21: Herr Müller, können Sie uns vielleicht ein Beispiel nennen, wo sich socioökonomischer Nutzen von Innovationen für das Gesundheitssystem zeigt?
00:09:29: Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass wir dieses Gespräch haben, so ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft, also unsere Gesundheit.
00:09:36: Und Professor Rieder, Sie haben das schon so schön erwähnt, das ist eine ganz besondere Zeit, weil wir hatten noch nie so viel Innovation zur Verfügung von der medizinischen Seite, technologischen Seite, wissenschaftlichen Seite.
00:09:48: Und darum ist es wichtig, den Mehrwert zu verstehen.
00:09:51: Beispiele habe ich da.
00:09:52: Im Brustkrebs ist, glaube ich, ein wirklich ein besonderes Beispiel, wo wir gesehen haben, über die letzten dreißig Jahre durch den Fortschritt, den wir erzielt haben, durch medizinische Forschung, durch Entwicklung von neuen Medikamenten, aber auch ganz besonders Diagnostik und Früherkennung ist es uns gelungen, ein Todesurteil, wie Sie das auch schon genannt haben, in eine chronische Krankheit umzuwandeln.
00:10:15: Wir sind in der Phase des Patienten ermöglicht, wieder mitten der Krankheit zu leben und daher auch aktiv am Leben beizutragen.
00:10:25: von der Produktivität auch wieder gesellschaftlicher Mehrwert zu generieren, aber ganz besonders ein Teil von der Gesellschaft zu sein.
00:10:33: Und da, denke ich, ist Brustkrebs ein interessantes Beispiel.
00:10:37: Wir haben aber auch Multiple Skerose, das ein Beispiel ist, wo wir eine Krankheit haben, die hauptsächlich Frauen zwischen zwanzig und vierzig Jahren betrifft, in einem Stadion, wo oft wichtige Lebensentscheidungen getroffen wird, Karriereplanung, Familienplanung.
00:10:54: Lebensplanung insgesamt.
00:10:56: Und da ist es wirklich uns gelungen, durch den Fortschritt von Forschung und Entwicklung wieder neue Therapieansätze auf dem Markt zu bringen, an Patienten zu bringen, um die Lebensqualität so zu verbessern, dass Patienten wieder aktiv.
00:11:14: und ungeschränkt am Erwerbsleben teilnehmen können.
00:11:17: Das ist ein riesen Mehrwert für den individuellen Patienten, aber auch genauso für Gesellschaft und auch für eine soziokonomische Betrachtung als Gesamtland.
00:11:29: Sie haben einige Studien sich angesehen für unser heutiges Gespräch, zum Beispiel über eine altersbedingte degenerative Augenerkrankung.
00:11:39: Es gibt eine interessante Studie.
00:11:40: Die Studie, die wir angeschaut haben, die wir besonders interessant finden, ist von dem Institut für Pharmakonomische Forschung, wo verschiedene Krankheitsgebiete betrachtet werden.
00:11:53: Was für uns.
00:11:54: Ganz besonders interessant war, war die breitere Bewertung von Innovationen, von diesem sehr begrenzten und individuellen Sichtweise auf individuellen Patienten, was zentral und wichtig ist, auf die breitere Sichtweise, um zu verstehen, wie groß der wirkliche Zusatz nutzen ist für das Gesundheitssystem.
00:12:15: Sie haben das vorhin auch schon erwähnt, durch reduzierten Therapiebedarf, effizienteren Ressourceinsatz bei Behandlungen.
00:12:23: für Gesellschaften, durch den Erhalt von Produktivität, aber auch ganz besonders für die Volkswirtschaft, durch die Vermeidung oder durch die zusätzliche Wertschöpfung, die da auch erzielt wird.
00:12:34: Also es gibt sehr viele Beispiele in der Automologie, gibt es bestimmte Beispiele, wie der Einsatz von neuen Medikamenten, auch wirklich den Therapiebitter aufreduziert im Krankenhaus, dadurch, dass neue Interfalle bessere Medikamente eingesetzt werden können, schlussendlich geht es wirklich darum, wie sicherstellen, dass diese enge Sichtweise auf Innovation erweitert wird und wir als Gesellschaft mehr Werter kennen.
00:13:00: Auch wenn diese Studien das großartige Potenzial von medizinischen Innovationen für die Gesundheit der Österreicherinnen belegen, Die geopolitische Lage ist unsicher.
00:13:10: In Österreich soll das reale Bipäuer nach zwei negativen Jahren endlich wieder leicht positiv ausfallen.
00:13:16: Aber die Arbeitslosenrate liegt bei über sieben Prozent und die Inflation für die lebenswichtigen Bereiche wie Nahrungsmittel, Wohnen und Energie ist weiterhin hoch.
00:13:27: Ist das nun für den Staat trotzdem der richtige Zeitpunkt, um auch in Gesundheit zu investieren?
00:13:32: Ich denke, das ist eine sehr wichtige Frage, die wir uns hier in Österreich stellen, aber auch viele andere Länder sind in einer ähnlichen Situation.
00:13:40: Und die Frage ist wirklich, wie können wir sicherstellen, dass wir das auch als eine Chance sehen.
00:13:44: Dass wir erkennen, durch Gesundheit können wir Wirtschaftswachstum wieder generieren.
00:13:50: Dadurch, dass wir einen Umdenken erschaffen bei uns in der Sichtweise auf die Innovation, die Wirtschaftswachstum kreiert, Kosten reduziert.
00:14:01: und nachhaltigt denn auch den Standard Österreichsee als attraktiv wieder gestaltet und schlussendlich uns wieder einen Wettbewerbsvorteil bringt.
00:14:10: Es gibt keinen Zeitpunkt, wo es nicht wert wäre, dass man in Gesundheit investiert und wir haben ja einen gültigen Zielsteuerungsvertrag zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherung.
00:14:23: Bis seit Jahrzehnundzwanzig sind hier sehr viele Steuerungsmaßnahmen und Ziele auch genannt, die, glaube ich, ganz wichtig sind, wenn sie hier sukzessive umgesetzt werden.
00:14:36: Das bedeutet nicht nur die Digitalisierung in der Medizin, sondern das bedeutet auch Innovationen von Maßnahmen, die ja bereits am Markt waren, wie zum Beispiel eben die Impfung gegen Gürtelrose.
00:14:51: Das ist eine Innovation, dass die Bevölkerung Zugang hat zu einer kostenfreien, ich sage nicht kostenlosen, sondern es kostet alles etwas und wir zahlen ja auch alle in unser Gesundheitssystem ein.
00:15:04: Das heißt, dass wir alle Zugang haben, die Zielgruppe zu einer kostenfreien Impfung und damit auch einen enormen Mehrwert generieren.
00:15:13: Das heißt, jeder Zeitpunkt ist wichtig und ich würde auf keinen Fall so sagen diese Ziele außer Acht lassen.
00:15:19: Wir haben seit Jahrzehnt zwölf auch die Gesundheitsziele, die Zehen, Gesundheitsziele, die den ganzen Rahmen auch eines Zielsteuerungsvertrages betreffen.
00:15:29: Und auch die sind nach wie vor gültig und Gesundheit ist immer ein Treiber und es wurde ja bereits von Ihnen gesagt, dass Ja, eine höhere Gesundheit, eine bessere Gesundheit, auch eine bessere Wirtschaftsleistung bedeutet.
00:15:44: Umgekehrt aber auch, nämlich eine bessere Wirtschaftsleistung, auch eine bessere Gesundheit.
00:15:48: Da gibt es genügend Studien dazu, auch Länderberichte.
00:15:52: Und ich denke, dass hier sozusagen die Gesundheit als Treiber in den verschiedenen Politikbereichen uns genau zu dem Punkt führt, so ein Herz in all policies Konzept, wo nämlich es wichtig ist in allen... politischen Bereichen über Entscheidungen auch die Gesundheit mitzudenken.
00:16:12: Das heißt, was ist der Herfimpakt der einzelnen Entscheidungen, die man in verschiedenen Politikbereichen trifft?
00:16:19: Und deshalb gibt es keinen Punkt, wo nicht an Gesundheit gelacht werden soll.
00:16:24: Die Weltbank kommt zum Schluss, dass die Investitionen in die Gesundheit, das Wirtschaftsachstum und die Entstehung von Jobs fördern.
00:16:32: Und die Investitionen versickern nicht im Nirgendwo.
00:16:35: Ich habe da ganz tolle Zahlen.
00:16:37: Siebzig bis achtzig Prozent Personalkosten.
00:16:40: Und ein Lohn- und Sozialversicherungsanteil von fast fünfzig Prozent fließen zurück ins System.
00:16:47: Ja, ich glaube sehr, wenn da ein wichtiger Punkt ist, dass die Investitionen ins Gesundheitssystem bleiben, auch wieder als Investitionen in die Wirtschaftskraft, in unser Protosozialprodukt, in die Möglichkeit für Personen wieder zu investieren.
00:17:03: Und darum ist es eine direkte Investition, nicht nur in unsere Gesundheit, aber auch in unsere Wirtschaftsfähigkeit als Land.
00:17:10: Auf der anderen Seite haben wir natürlich das Risiko und ich möchte es gerne hier betonen.
00:17:15: dass Kürzungen in dieser Zeit genau das gegenteilige Mittel sind und hier auch das Risiko aus unserer Sicht besteht, dass wir Kosteneinsparungen kurzfristig erreichen, langfristig aber in Zugang.
00:17:31: die Versorgungsqualität stark beeinflussen.
00:17:34: Wir sehen jetzt schon, dass wir von einem der weltbesten Gesundheitssysteme in eine mehrklassige Medizingesellschaft uns verlagern.
00:17:45: Wir sehen Ungleichheiten, wo Zugang noch besteht, zu welchen Medikamenten.
00:17:50: Und da ist natürlich dann schon das Risiko groß, dass durch suboptimale Behandlung, Verfügbarkeit von Medikamenten, indirekte Kosten wiedererstehen, die natürlich ein mehr Aufwand langfristig für das Land für uns bedeuten und natürlich auch den Standard Österreich weniger attraktiv für klinische Studien und Investitionen machen.
00:18:12: Also zu kurz gedacht, Budgetpolitik kann sich langfristig reichen, wo sehen Sie besondere Gefahren?
00:18:19: Ich möchte hier das Wort Gesundheitsgerechtigkeit einbringen.
00:18:23: Das heißt, auch Gesundheitsgerechtigkeit ist Teil der Gesundheitsziele Österreichs und die sollen ja auch zu mehr gesunden Lebensjahren führen.
00:18:31: Gesundheitsgerechtigkeit kommt auch in Maßnahmen im Zielsteuerungsvertrag vor.
00:18:36: Das heißt, das darf man nicht aus den Augen lassen und das eben Wir wirklich durch viel bessere Daten und Datenzusammenführung auch wirklich gezielte Förderung der Gesundheit der vulnerablen Bevölkerungsgruppen.
00:18:52: eben auch entsprechend umsetzen und die Maßnahmen auch dann treffen sind.
00:18:57: Das ist glaube ich das das Wichtige und das ein Discannen-Prinzip in der einen und in der anderen Richtung sozusagen von Einsparung und von Ausschüttung sicherlich nicht das richtige Instrument ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die beteiligten Stakeholder hier das nicht alles wirklich gut wissen, sie sehen die Budget ist und Sie werden sozusagen auch der Not folgend vermutlich die Einsparungspotenziale und die Ziele vorgegeben haben.
00:19:27: Aber diese Gesundheitsgerechtigkeit, nämlich auch tatsächlich die zu fördern, die es am meisten in der Gesellschaft brauchen, das ist etwas, glaube ich, was ganz oben auch auf der Agenda stehen muss.
00:19:39: Sie haben die medizinische Kompetenz der Bevölkerung schon angesprochen.
00:19:43: Das heißt, man ist medizinisch besser gebildet.
00:19:47: Medizinische Bildung fließt auch in Allgemeinbildung ein, bedeutet natürlich, dass man auch mehr fordern würde, dass man auf Prävention besteht.
00:19:58: Welche Kosten könnten durch verstärkte Prävention verhindert werden?
00:20:02: Also es geht nicht nur so sehr um medizinische Gesundheitskompetenz, sondern es geht generell um Gesundheitskompetenz.
00:20:11: Das heißt, es geht darum, dass man sich auch im Gesundheitssystem zurechtfindet, dass ich den Zugang ins Gesundheitssystem finde.
00:20:19: In Österreich habe ich ja aufgrund des Systems verschiedenste Zugänge zum Gesundheitssystem und das ist regional recht unterschiedlich.
00:20:26: Das heißt, dass ich mich wirklich zurecht finde und auch gut einschätzen kann.
00:20:32: in welchem Bereich des Gesundheitssystems gehöre ich und auch meinen Weg durchfinde.
00:20:37: Es gibt so den schönen Begriff, der Patient Journey, wie lang die Wege oft sind von Patienten und Patienten, bis sie dort hingelangen, wo sie hinkommen sollen.
00:20:49: Das, was sie angesprochen haben, auch sozusagen jetzt wieder mit den Kosten, auch was die Prävention angeht, auch das hat man vielfach versucht.
00:20:58: zu berechnen.
00:20:59: und das, wogegen ich mich eigentlich ein bisschen wäre, ist, dass Prävention sozusagen alles einsparen wird und um so viel weniger Kosten verursachen wird, das ist immer die Frage für wen.
00:21:13: Das heißt, Prävention braucht Investition, braucht genauso Innovation und das alles kostet Geld, aber eben verschiedenen Pairs, würde ich sagen.
00:21:23: Und wir wissen auch nicht, wenn wir Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen und das tun wir leider noch zu wenig.
00:21:31: Wie wird der Outcome dieser Vorsorgeuntersuchung auch gemanagt?
00:21:35: Darüber haben wir keine Ahnung mehr.
00:21:37: Das heißt, die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen können auch bedeuten, dass die Folgekosten, nämlich es wird ein Diabetes entdeckt, Gott sei Dank, es wird Hypertonie entdeckt, es wird eine andere chronische Krankheit entdeckt, es werden Krebserkrankungen entdeckt.
00:21:53: Das heißt, es bedeutet ja dann Kosten im Gesundheitssystem für die weitere Betreuung dieser Patienten.
00:22:00: und Patienten und deshalb kann man einfach nicht so den Schluss ziehen, Revention, spart alles ein und kostet nichts, sondern das sind natürlich auch Kosten und das sind aber wichtige Kosten.
00:22:12: Und weil sozusagen diese Kosten auch dem Mehrwert dann einer besseren Gesundheit für diese Patienten auch bedeuten.
00:22:20: Ich brauche weniger invasive Behandlungen.
00:22:23: Ich habe eine höhere Lebensqualität.
00:22:25: Ich habe ein längeres Überleben.
00:22:27: Ich habe eine chronische Krankheit, mit der ich lernen muss, umzugehen.
00:22:31: Und das sind wir wieder bei der Gesundheitskompetenz.
00:22:34: Das heißt, wenn ich eine bessere Bildung habe, wenn ich besser betreut bin, zum Beispiel im Disease Management Programm Diabetes.
00:22:42: habe ich ein besseres Ort kam.
00:22:43: Da gibt es Studien dazu.
00:22:45: Das ist so.
00:22:46: Wenn ich jetzt den Nachteil habe, dass ich nicht so gut gebildet bin, mit meinem Diabetes nicht gut umgehen kann, die Blutzuckerwerte sind nicht gut kontrolliert, habe ich das große Risiko schon zuerst, dass er viel zu spät entdeckt wird.
00:22:58: Und zweitens, dass ich möglicherweise Amputationen erlebe, blind werde, nirgendwo sagen.
00:23:03: Das heißt, das alles sind Folgekosten, die ... für den einzelnen fatal sind und auch natürlich die gesellschaftlichen Kosten natürlich auch deutlich erhöhen.
00:23:14: Herr Müllhaupt, Sie haben gerade vor zwei Wochen Ihr Buch vorgestellt, das Sie gemeinsam mit Evelyn Holley Spies herausgegeben haben.
00:23:20: Es heißt, Innovation, Gesundheit, mehr Wert für die Gesellschaft schaffen.
00:23:24: Warum dieses Buch?
00:23:26: Ja, ich freue mich riesig über das Buch und möchte mich auch nochmal bei Professor Rieder bedanken, die als Expertin sehr starke Zugang beigetragen hat.
00:23:34: Und unser Hauptanliegen war es wirklich, ein Perspektivenwechsel zu erreichen, dass wir von dieser begrenzten Sichtweise, dass Innovation ganz besonders ein Gesundheits- und Kostenfaktor ist.
00:23:47: Und was wir, glaube ich, erreicht haben, was wir erreichen möchten, und darum ist es auch sehr lesenswert, ist, dass wir Gesundheit als strategische Investitionen sehen, Investitionen in uns als Menschen, aber auch eine Investition in unsere Gesellschaft, in unser Land und den soziokonomischen Mehrwert auch klar verstehen.
00:24:07: Das Interessante bei dem Buch ist, dass alle Dimensionen wahrgenommen werden.
00:24:11: Es geht sehr breit in alle Tiefen rein und lenkt von diesem begrenzten Kosten-Element auf eine breitere gesellschaftliche Sichtweise und den Fortschritt, den wir mit Innovationen erreichen können.
00:24:26: Das Schöne bei einem Buch, und das hat mich am meisten gefreut, dass Expertinnen und Expertinnen sehr vereint sind von verschiedenen Bereichen.
00:24:34: dass wir durch diese Daten gestützte und vielschichtige Argumentationen zeigen können, dass medizinischer Fortschritt auch ein Motor für langfristiges Wachstum, für eine gesunde, produktive Gesellschaft ist und ein resilientes Gesundheitssystem.
00:24:50: Und ich glaube, in der heutigen Zeit ist das eine starke Ambition, die wir haben.
00:24:55: Und da möchten wir mit dem Buch ein Mehrwert beitragen.
00:24:58: Welche medizinischen Innovationen werden in Zukunft den größten gesellschaftlichen Einfluss haben?
00:25:03: Wie ich vorhin schon erwähnt habe, ich glaube, wir sind in einer ganz besonderen Zeit, in der wir sehr viel schon erreicht haben.
00:25:09: Zwei Themen stehen natürlich ganz besonders raus.
00:25:12: Das eine ist Personalisierung, personalisierte Medizin und das andere ist natürlich KI und Digitalisierung.
00:25:18: Sie haben das vorhin auch schon angesprochen.
00:25:21: Unter Personalisierung, Präzisionsmedizin verstehen wir.
00:25:25: Natürlich die Verwendung von Diagnostik und Therapien, die spezifisch darauf angewandt werden, wie die genetische Struktur der Krankheit ist, um einfach zielgerichteter Krankheiten zu behandeln.
00:25:40: um dadurch auch bessere Aufkommens, also bessere Ergebnisse zu erreichen, aber natürlich auch zu vermeiden, dass Patienten unnötig behandelt werden, die schlussendlich vielleicht gar kein Mehrwert davon bekommen.
00:25:50: Also Personalisierung ist ein sehr großes Thema und da kommen natürlich Daten und KI.
00:25:57: in Spiel, die natürlich eine zentrale Rolle spielen, hinsichtlich, wie können wir besser verstehen, welche Medikamente, welche Ansätze am besten helfen, aber wie können wir auch Daten benutzen, um weiter Forschung voranzutreiben und neue Innovationen auf dem Markt zu bekommen?
00:26:15: Und ich glaube, da haben wir zwei Themen, die uns momentan sehr stark beschäftigen und uns weiterhin auch stark beschäftigen werden.
00:26:22: Welches Thema haben Sie im speziellen Beigetragen zu dem Buch von Professor Rieder?
00:26:27: Natürlich zum Thema Gesundheitsförderung, Prävention und sozusagen dem Public Health-Teil.
00:26:34: Irgendeiner
00:26:35: Spektrum, den wir noch nicht behandelt haben, der noch wichtig ist, ganz essentiell ist.
00:26:40: Oder haben wir das eigentlich alles schon besprochen?
00:26:42: Ein Buchbeitrag ist ja so, dass man aus dem, was man alles gesagt hat in einem Interview, ja dann natürlich hier, dass ein Kondensat ist und dem Gesamten und man immer noch viel mehr natürlich hier hätte sagen sollen wollen, aber ich möchte mich hier anschließen.
00:27:00: Die Präzisionsmedizin, die personalisierte Medizin, treibt uns alle um, sage ich.
00:27:05: Und natürlich auch im Public Health Bereich.
00:27:08: Und ich habe vorher das Wort Precision Public Health, also Präzisionspublic Health erwähnt.
00:27:14: Und da geht es natürlich auch darum, kann man all das, was man aus der Präzisionsmedizin, aus der personalisierten Medizin lernt, wie Krankheiten funktionieren, auch wie einzelne profitieren können von zugeschnittener, auf sie zugeschnittener Diagnostiktherapie, kann man das auf die Bevölkerung umlegen.
00:27:37: Und da brauchen wir sozusagen sehr viel natürlich wieder auch die Daten, den Dateneinsatz, künstliche Intelligenz.
00:27:45: Wir wollen besser einschätzen können die Gesundheit der Bevölkerung wie tatsächlich.
00:27:51: der Gesundheitszustand ist, wie die vulnerablen Gruppen in der Bevölkerung auch tatsächlich wie ihr Gesundheitszustand ist, wie ihr tatsächlich ihr Zugang zum Gesundheitswesen ist.
00:28:04: Wir wollen auch mehr Risikoabschätzung, dass wir nicht alle sozusagen durch die gleiche Vorsorgeuntersuchung durchjagen, sage ich jetzt, sehr lob, sondern dass wir wirklich auch Risiko selektieren können auf Bevölkerungsebene.
00:28:18: Und das gelingt uns jetzt ja noch nicht so gut.
00:28:20: muss ich ganz ehrlich sagen.
00:28:22: Und one size fits all mit einem durchschnittlichen Risiko, das ist jetzt einmal so.
00:28:27: unser Ansatz für die Bevölkerungsweitenvorsorge-Untersuchungen, dass das spezifischer wird und wir hier mehr Risiko-Selektion machen können, um für den, der wirklich ein höheres Risiko hat, ein besseres Ergebnis zu erzielen.
00:28:43: Dafür brauchen wir auch diese personalisierte Public Health-Strategie.
00:28:48: die wir aus der Präzisionsmedizin lernen.
00:28:51: Das klären schon nach einem Appell an die politischen Entscheidungsträgerinnen.
00:28:56: Herr Müller, können Sie sich da anschließen?
00:28:58: Ja, ich schließe mich da absolut an und wir verstehen natürlich, dass wir in einer schwierigen Zeit sind, wenn Sie haben die Faktoren vorgenannt, hinsichtlich Wirtschaftswachstum, alternde Bevölkerung, also steigende Nachfrage, Fachkräftemangel auf der anderen Seite.
00:29:13: Es sind keine einfachen Entscheidungen und darum ist es umso wichtiger, dass man von einer eindimensionalen Sichtweise hinsichtlich medizinischen Versorgung und dem Blick auf Kosten die Erkenntnis verschärft, dass es um sich um eine strategische Investition hier handelt und ein Thema ansteht, das resortübergreifend bearbeitet werden muss.
00:29:37: Gesundheit ist nicht ein Thema, das nur beim Gesundheitsministerium Thema sein sollte.
00:29:42: Es betrifft genauso Finanzen, Wirtschafts- und unsere gesamtpolitische Strategie.
00:29:48: Und da freut es uns natürlich sehr, dass wir hier in Österreich sehen, dass eine Lifesign-Strategie in der Entwicklung ist, ein zentrales Regierungsversprechen ist und uns natürlich dabei hilft, Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben, stabile Rahmenbedingungen schafft, um weiterhin als attraktiveren Standort Österreich im globalen Webbewerb zu positionieren.
00:30:12: Der letzte Punkt, der noch wichtig ist und den haben wir, glaube ich, vorhin angesprochen, sind die Daten wieder.
00:30:17: Wir brauchen zusätzlich zu einer Strategie und der Bereitschaft, die Strategie auch umzusetzen.
00:30:23: Eine Datenbasis, eine Infrastruktur, eine Transparenz und eine Bereitschaft, auch Daten aktiv zu benutzen, um weiter bessere Entscheidungen zu treffen, wie wir Patienten behandeln, aber auch genauso Daten benutzen, um Forschung und Entwicklung von neuer Innovation voranzutreiben.
00:30:40: kann mich dem natürlich nur anschließen und möchte auch zwei Beispiele nennen.
00:30:46: Wir an der Medizinischen Universität Wien haben hier die sogenannte WIP-Studie im Planung.
00:30:52: Das ist das Vienna Project on Precision Medicine und das ist gemeinsam sozusagen ein Commitment der Stadt Wien mit der Medizinischen Universität Wien.
00:31:01: Das kostet alles viel Geld, das ist klar.
00:31:03: So eine Studie auch aufzusetzen.
00:31:07: die auch dann letztendlich einen Nutzen haben soll für unmittelbar die Versorgung der Bevölkerung bis hinein in Primärversorgungszentren.
00:31:17: Das heißt, das ist das eine Beispiel.
00:31:19: Das andere Beispiel ist, dass eben Innovation nicht nur bedeutet sozusagen Innovation von medikamentöser Entwicklung, Impfstoffentwicklung, Technologieentwicklung, KI, sondern es bedeutet auch soziale Innovation.
00:31:35: und ein Beispiel soziale Innovation, das in Österreich eingeführt worden ist, ist das Social Prescribing.
00:31:41: Das Gesundheitsministerium hat auch wieder einen neuen Kohl ausgeschickt.
00:31:45: Bis Mitte des Jahres waren es die Gesundheitszentren, Ordinationen, auch einige Spidele dabei, wo es um ein soziales Rezept praktisch geht, wo die soziale Gesundheit gefördert werden soll.
00:32:00: Das Medizinische wird ja abgedeckt, jemand wird medizinisch behandelt, aber die sozialen ... Belangebedürfnisse können ja in der Medizin nicht behandelt werden und dass so jemand dann auch über ein soziales Rezept praktisch in das richtige System der Sozialversorgung hineinkommt.
00:32:20: Das ist dann die soziale Gesundheit, die gefördert wird.
00:32:23: Und das ist ein sehr innovatives Konzept, das ich hoffe, dass sich auf ganz Österreich ausrollen lässt.
00:32:31: Frau Prof.
00:32:31: Rieder, Herr Müllhaupt, vielen Dank, dass Sie hier waren.
00:32:34: Es war auch interessant.
00:32:36: Und wenn Sie, meine Damen und Herren, bei diesem Thema noch mehr in die Tiefe gehen wollen, dann lesen Sie gern das schon im Podcast.
00:32:41: der Wente Buch von Alexander Müllhaupt, herausgegeben gemeinsam mit Evelyn Hollyspies im Ampulsverlag.
00:32:48: Innovation, Gesundheit, mehr Wert für die Gesellschaft schaffen.
00:32:52: Mit Beiträgen von führenden innovativen Köpfen der österreichischen und internationalen Gesundheitslandschaft.
00:32:58: Einen davon haben Sie heute kennengelernt.
00:33:01: Vielen Dank, alles Gute.
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